Joomla vs WordPress – Für welche Websites eignet sich was?

Bevor man eine Webseite aufbaut, entscheidet man sich für ein bestimmtes Content-Management-System (CMS). Ist diese Entscheidung erst einmal gefallen, ist sie auch nicht mehr so einfach rückgängig zu machen.

  • Das am weitestens verbreitetste CMS ist WordPress mit 58,8% Marktanteil (2018).
  • Knapp 7% aller Webseiten werden mit Joomla betrieben.
  • Es gibt noch weitere CMS wie z.B. TYPO3 oder Drupal und jede Menge Nischen- und Speziallösungen.

Die meisten Webseitenbetreiber entscheiden sich allerdings zwischen WordPress und Joomla. Wir haben uns für unser Online-Handbuch-Tool für Joomla entschieden. Warum? Das möchten wir Ihnen im direkten Vergleich “WordPress vs Joomla” zeigen:

Erweiterungen

Sowohl bei Joomla als auch WordPress handelt es sich um kostenlose Open-Source-Software. Es gibt für beide Systeme eine Vielzahl an Erweiterungsmöglichkeiten. 

  • Joomla-Erweiterungen lassen sich direkt im Backend installieren, fast so einfach wie bei WordPress.
  • Hier hat WordPress allerdings die Nase leicht vorn. 

Auch bei der Anzahl von Plug-ins und Themes kann WordPress punkten.

  • Für WordPress gibt es mehr als 40.000 Plug-ins,
  • demgegenüber stehen etwas mehr als 8.500 Erweiterungen für Joomla.

Auch kann man bei WordPress hochwertige kostenlose Themes leicht finden und bei Bedarf für geringe Beträge auch Themes kaufen, was die Gestaltungs- Möglichkeiten noch einmal erweitert.

  • Das Backend-Interface von WordPress-Plug-ins ist in der Regel hübscher und benutzerfreundlicher gestaltet
  • als das von ihren Pendants bei Joomla.

Sowohl bei der einfachen Installation von Erweiterungen im Backend als auch bei der Mannigfaltigkeit der Möglichkeiten kann WordPress also mehr punkten

Sicherheit

Welches der beiden Systeme ist nun von der Grundinstallation sicherer?

In diesem Bereich zieht WordPress allein schon wegen seiner Beliebtheit den Kürzeren. Hacker haben ein großes Interesse daran, Sicherheitslücken in WordPress auszunutzen und sich Zugang zu einem Viertel aller weltweiten Webseiten zu verschaffen. Die Unmengen an Plug-ins tun ihr Übriges. Gerade noch als Vorteil gefeiert, stellen sie für die Sicherheit einer Webseite eher einen Negativpunkt dar. Niemand garantiert die Sicherheit all dieser Plug-ins und Themes.

Darüber hinaus müssen wichtige Sicherheitsmerkmale wie eine SSL-Verschlüsselung für das Dashboard oder eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bei WordPress mit Plug-ins nachgerüstet werden.

Bei Joomla sind sie Teil des Grundsystems.

Benutzerverwaltung

Einer der Hauptgründe, neben der Sicherheit, für unsere Entscheidung für Joomla war die Vergabe beliebig vieler Benutzerrollen und die Möglichkeit, für jede Rolle umfassende Benutzerrecht zu konfigurieren. Ein wichtiges Detail bei der Erstellung von Online-Handbüchern im Hinblick auf die zukünftigen Benutzer:

  • Unternehmer,
  • Mitarbeiter,
  • Zweigstellen,
  • Dienstleister u.v.m.

WordPress sieht hingegen nur sechs vordefinierte Benutzerrollen in der Grundversion vor.

Diese Runde geht an damit an Joomla.

Suchmaschinenoptimierung

Im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung ermöglicht es Joomla bei Artikeln / Beiträgen Meta-Beschreibungen und -Keywords zu hinterlegen. Damit hat Joomla auch bei diesem wichtigen Thema die Nase beim Grundpaket vorn.

Bezieht man die infrage kommenden Erweiterungen mit ein, gibt es bei WordPress das beliebte Plug-in “Yoast SEO”.

Bei Joomla nennt sich das Ganze dann “Easy Frontend SEO” und bietet ähnlich viele Möglichkeiten wie “Yoast”, und zwar direkt im Frontend der Joomla-Site.

Dennoch ist “Yoast” deutlich umfassender und benutzerfreundlicher. Der Punkt geht somit an WordPress.

Möglichkeiten als CMS

Was WordPress Joomla in diesem Punkt voraus hat, ist die deutlich höhere Benutzerfreundlichkeit.

Joomla bringt allerdings schon ohne Erweiterungen vielfältige Möglichkeiten mit, vor allem wenn es um Benutzerrollen und frei konfigurierbare Inhalts-Kategorien geht (WordPress kennt nur „Seiten“ und „Beiträge“).

Das lässt sich mit Plug-ins in WordPress auch realisieren, sieht dann aber  immer etwas “unaufgeräumt” aus.

Joomla hingegen zeichnet sich durch eine sehr systematische, gut strukturierte Benutzeroberfläche aus, die auch mit Erweiterungen eine klare Struktur aufweist.

Für welche Websites eignen sich WordPress und Joomla?

Generell lässt sich sagen:

  • Je größer und komplexer ein Webprojekt,
  • je mehr Mitarbeiter involviert sind und
  • je mehr technische Erfahrung im Team vorhanden ist,

desto eher fällt die Entscheidung zugunsten von Joomla aus.

Wenn es jedoch darum geht,

  • kleinere Projekte schnell umzusetzen,
  • wenn nicht viele Personen beteiligt sind
  • oder das technische Kompetenzniveau niedrig ist,

dann ist WordPress die bessere Wahl.